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04. Dezember 2003
" Cooper " Hoffnung gibt es immer
Als
Cooper am späten Abend des 03.12.03 zu uns gebracht wurde, war er
mehr tot als lebendig. Sein Körper war mit vielen offenen Wunden (Demodikose,
Sarkoptes ??) übersät und er war vollkommen erschöpft. Erkennbar
für uns waren weiterhin starke Unterernährung, eine Augenentzündung,
sowie massive Entzündungen an den Pfoten. Beide Ohren waren total verdreckt
und ebenfalls entzündet. Zur
genauen Diagnostik und medizinischen Behandlung haben wir Cooper zur
stationären Aufnahme in eine Tierklinik gebracht. Er hat trotz
seiner Schwäche einen starken Lebenswillen gezeigt und wir hoffen
sehr, dass Cooper wieder gesund wird. Sobald die Ergebnisse der Tierklinik
vorliegen, werden sie hier veröffentlicht. Coopers
erster Bericht:
Hallo, mein Name ist Cooper und da ich gehört habe, dass sehr viele Leute nachgefragt haben, wie es mir geht, nachdem sie meine Bilder auf der HP der Dobermann-Hilfe gesehen haben, werde ich mal erzählen, wie es mir in den letzten Tagen ergangen ist. Am 03.12.2003 wurde ich zur Dobi-Hilfe gebracht. Die Leute von der Dobi-Hlife machten sich sehr große Sorgen um mich und brachten mich noch am selben Abend in die Tierklinik. Dort wurde ich dann erst mal gründlich untersucht. Natürlich ist es in so einer Tierklinik nicht besonders gemütlich und die ganzen Untersuchungen sind ja auch nicht sehr angenehm, deshalb war ich auch froh, dass ich schon nach einem Tag bei meiner Pflegefamilie einziehen durfte. Vorher musste ich aber noch gebadet werden. Mein Geruch war wohl etwas streng und ich sollte auch möglichst ohne "Untermieter" einziehen. Meine Pflegeeltern bekamen eine Tüte voll mit Medikamenten für mich und ich bekam einen kuscheligen Platz in der Küche direkt an der Heizung. In den ersten Tagen habe ich eigentlich nur gefressen und geschlafen. Alle 2 Stunden sind wir dann in den Garten gegangen, wo ich ein bisschen laufen durfte. Zuerst war ich sehr steif und habe schnell gefroren, aber inzwischen schaffe ich schon mal einen kleinen Galopp. Außerdem habe ich einen Ball im Garten gefunden, mit dem man toll spielen kann. Ich leihe ihn mir dann immer mal aus, wenn ich draußen bin. Es gibt nämlich noch eine Dobi-Hündin in meiner Pflegefamilie. Wir haben uns schon ein paar Mal gesehen, allerdings dürfen wir noch nicht zusammen spielen. Meine Pflegeeltern meinen, dass ich noch zu schwach bin, um mit der kleinen Carmen mithalten zu können. Außerdem müssen weitere Untersuchungsergebnisse abgewartet werden. Ich muss jede Menge Medikamente nehmen. Morgens und abends bekomme ich eine ganz dicke Tablette und vom 10. bis 12.12. musste ich sogar noch zusätzlich mittags drei auf einmal fressen. OK, ich gebe ja zu, so mit Leberwurstbrot sind sie schon zu ertragen, aber viermal am Tag Augensalbe und zweimal Ohrentropfen sind wirklich nicht so angenehm. Ich verzieh mich dann immer schnell in meine Ecke, vielleicht übersieht man mich dann mal. Ist bisher aber leider noch nicht geglückt. Meine Pflegemama meint, ich müsse mich wohl daran gewöhnen, noch lange Zeit Medikamente nehmen zu müssen, denn es wird sehr lange dauern, bis es mir wieder besser geht. Aber es gibt Schlimmeres und etwas besser geht es mir ja schon. Seit dem 08.12. habe ich zwei Klammern in meinem Hinterteil stecken. Meine Untersuchungsergebnisse waren leider so schlecht, dass noch mal eine Biopsie gemacht werden musste. Die Ergebnisse sind leider auch nicht besser. Nachdem ich mich eine Woche sattgefressen und ausgeschlafen habe, durfte ich am 11.12. meinen ersten kleinen Spaziergang machen. Kuscheln und Rumschmusen ist ja immer schön, aber ich sollte ja auch mal etwas anderes kennenlernen. Wir waren im Wald, dort hat es überall so gut gerochen und die Blätter unter meinen Pfoten haben so lustig geknistert. Also, von mir aus hätten wir ja noch weiter gehen können, aber ich soll es noch nicht übertreiben. Nächste Woche muss ich noch mal zum Tierarzt. Die Klammern in meinem Hinterteil müssen ja wieder raus. Außerdem bekomme ich neue Medikamente. Selbstverständlich werde ich Euch regelmäßig berichten, wie es mir geht. Ich danke allen Menschen, die dazu beitragen, dass sich mein Gesundheitszustand bessert und dass mein Leben wieder lebenswert wird.
Auszüge
aus dem Bericht der pathologischen Untersuchung vom 10.12.03:
Am
08.01.04 wurde ich wieder dem Tierarzt vorgestellt. Mittlerweile habe
ich 4,3 Kg zugenommen. Die Medikamente machen meinem geschwächten
Körper sehr zu schaffen. Immer wenn ich mit Carmen spielen möchte,
merke ich, dass meine Kraft nicht ausreicht. Nach wenigen Minuten
bin ich so schwach, dass ich mich hinlegen muss.
15.02.04 Neues von Cooper: Hallo, Ich verstehe nicht
immer alles was die Menschen sagen, aber einen Satz höre ich
sehr oft und der lautet: "Man muss Geduld haben." Nun, ich
habe Geduld undich habe Lebensfreude. Ich nehme meine Medikamente,
lasse mir Spritzen geben und ertrage das Baden. Die Leute von der
Dobi-Hilfe und der nette Tierarzt haben auch Geduld und sie lassen
nichts unversucht um mir zu helfen. Das Alles ist aber nur möglich,
weil Ihr für mich gespendet habt. Es gibt nämlich viele
Dobis, die krank sind und Hilfe brauchen. Auch sie haben Freude am
Leben und auch sie haben Hilfe und Geduld verdient. Euer Cooper
13.03.04 Cooper geht es momentan recht gut. Er hat die starken Medikamente bisher gut vertragen und wir hoffen, dass er keinen Rückfall bekommt. Seine Haare beginnen wieder zu wachsen und er nimmt nun auch wieder an Gewicht zu.
13.04.2004 Zur
Erinnerung:
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